In der heutigen Gesellschaft kommen dem Film im Wesentlichen drei Bedeutungen zu: erstens als Massenmedium zur Information und zur Bewusstseinsbildung; zweitens – da die Produktion von professionellen Filmen in der Regel einen enormen technischen und finanziellen Aufwand bedeutet – eine wirtschaftliche Bedeutung; sowie drittens als Kunstgattung mit ihren eigenen unverwechselbaren Aspekten.
Besonders zur Frühzeit des Films schieden sich die Geister, ob der Film
nun als simples Unterhaltungsmedium oder als neue Kunstform anzusehen
sei. Eine filmtheoretische Schrift aus dem Jahre 1928 berichtete:
„Wie wir sehen, sind also die an der Filmherstellung beteiligten
Fachleute in zwei große, fast feindliche Lager getrennt. Die einen
sehen im Film nichts anderes als ein gegenwärtig sehr gangbares Mittel,
einträgliche Geschäfte zu machen, eine Ware, die man den Wünschen der
Zwischenhändler oder Verbraucher anpasst; die anderen betrachten das
Lichtspiel als ein neues Gebiet schöpferischen Gestaltungswillen, als
ein Mittel zu neuartiger Formung und Ausbeutung von Lebenskräften,
kurz: als eine neue Kunst. Billigerweise muss man beide Standpunkte
gelten lassen, denn schließlich kann man diese Zweiteilung von Kunst
und Geschäft, Schöpfung und Betrieb, Erhebung und Zerstreuung, Werk und
Ware auch bei den anderen Kunstzweigen beobachten.“
S. Walter Fischer
Film als Kunstform
Der Film in seinen verschiedenen Ausprägungsarten kommt der
menschlichen Neugier und dem Bedürfnis nach Unterhaltung entgegen. Für
den Zuschauer bieten fiktive Unterhaltungsfilme, sogenannte Spielfilme,
die Möglichkeit, in eine imaginäre Phantasiewelt einzutauchen, in der
die Regeln des Alltags auf den Kopf gestellt sind. Psychoanalytische
Filmtheorien betonen dabei insbesondere die Verwandtschaft der
Filmbilder mit den Bildern des Traumes, die beide dem Zuschauer bzw.
dem Träumenden die Möglichkeit zur Entspannung verschaffen.
Für die an der unmittelbaren Herstellung des Films beteiligten Akteure
– insbesondere die Schauspieler, den Regisseur, den Drehbuchautor oder
den Kameramann, aber auch den Cutter, den Komponisten der Filmmusik und
die übrigen zahlreichen Helfer – ist der Film zudem ein Mittel
künstlerischen Ausdrucks und kultureller Tätigkeit. So sind bestimmte
Filme, ganz besonders die sogenannten „Autorenfilme“, mittlerweile als
fester Bestandteil der Hochkultur etabliert und werden wie andere
künstlerische Werke rezensiert und kunstgeschichtlich analysiert. Zu
den künstlerischen Formen des Films zählt insbesondere der
Experimentalfilm. Filme mit geringerer Qualität werden gern als B-Movie
oder (Film-)Klamotte bezeichnet.
Allgemein wird der Film der Kunstform Literatur zugeordnet, wie auch
das verwandte Theater. Abhängig von Art, Zweck, Inhalt oder
Gestaltungsmerkmalen eines Films kann dieser einem oder mehreren
Filmgenres wie Kriminalfilm, Dokumentarfilm, Komödie,
Science-Fiction-Film, Horrorfilm, Kriegsfilm, Liebesfilm etc.
zugeordnet werden.
Zahlreiche Filmfestivals (Filmfestspiele) weltweit vergeben zumeist
jährlich ihre Filmpreise an Filmproduktionen und Filmschaffende, die
sich an Qualitätskriterien, die von eigens zusammengestellten Jurys
beurteilt werden, orientieren. Die bekanntesten und bedeutenden
Filmpreise werden auf den so genannten „A-Festivals“ vergeben.
Staaten, in denen sich ein Filmschaffen gebildet hat, betrachten ihn in
der Regel als Ausdruck ihrer kulturellen Identität. Die „Filmpolitik“
eines Landes besteht deshalb häufig darin, die nationale Filmproduktion
auszubauen und ihre Leistungsfähigkeit – auch im internationalen
Wettbewerb – zu sichern und zu fördern.
Film als Wirtschaftsfaktor
Die Filmwirtschaft umfasst alle Bereiche des Films von der
Filmherstellung, der Produktion bis zu seiner Verbreitung, Vermarktung,
Vervielfältigung und Verwertung (Filmverleih). Da die Herstellung von
Filmen finanziell aufwändig ist, stellt sich immer die Frage der
Filmfinanzierung. Während in den Vereinigten Staaten, vor allem in den
großen Studioanlagen von Hollywood, die Filme mit ihrem internationalen
Verkauf finanziert werden, sind europäische Filmproduktionen fast immer
von Förderungen abhängig. Die Ursachen dafür liegen unter anderem in
der klein strukturierten europäischen Filmwirtschaft, während man in
den Vereinigten Staaten von einer wahren Filmindustrie sprechen kann.
Insbesondere „Hollywood“ gilt als Synonym für die amerikanische
Filmindustrie, da sich hier alle großen und wichtigen Filmstudios
befinden.
Ein wesentlicher Faktor zur Beurteilung des Erfolgs eines Films sind
die Besucherzahlen in den Kinos sowie in weiterer Folge die
Absatzzahlen von Verbreitungsmedien wie DVDs sowie
Merchandising-Produkten (Spiele, Spielzeug etc.). Aufgrund
vielfältigerer Freizeitmöglichkeiten und der Einführung des Fernsehens
Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Anzahl der Kinobesuche und damit
auch die Anzahl der Kinos weltweit in unterschiedlich starker
Ausprägung bis in die 1990er Jahre stark zurückgegangen.
Im Jahre 2005 stieg die weltweite Spielfilmproduktion im Vergleich zu
2004 um 7,8 Prozent auf 4603 Filme an. Die meisten Filme wurden in
Indien hergestellt, welches Land 2005 mit 1041 Filmen erstmals die
Gesamtproduktion der EU-25-Staaten (1035) übertraf (siehe auch:
Bollywood). Den zweitgrößten Filmausstoß haben die Vereinigten Staaten
von Amerika (699 Filme). Es folgen Japan (356), China (260) und
Frankreich (240).
Filmproduktion
Die Filmkunst erfordert ein Zusammenwirken verschiedener künstlerischer
Fähigkeiten, unter anderem in den Bereichen Dramaturgie,
Schauspielkunst, Fotografie (Lichtgestaltung, Kadrage bzw.
Bildausschnitt, Montage und Tonkunst). Die an einem Film maßgeblich
beteiligten Personen werden als Stab bezeichnet. Aufgrund der hohen
Aufwendungen für einen Film werden im Allgemeinen auch immer
wirtschaftliche Fragestellungen berücksichtigt. In Europa sind
Spielfilme in der Regel auf Filmförderungen angewiesen.
Filme bestehen aus statischen Einzelbildern (Fotografien). Der
filmische Effekt, die Illusion von Bewegung, entsteht beim Betrachter,
wenn Einzelbilder in schneller Abfolge gezeigt werden. Ab einer
Frequenz von etwa fünfzehn Bildern pro Sekunde werden sie auf Grund des
Zusammenwirkens von Stroboskopeffekt und Nachbildwirkung (Trägheit des
Auges) auf der Netzhaut des menschlichen Auges nicht mehr als
Einzelbilder, sondern als filmische Bewegung wahrgenommen, die optisch
einer realen Bewegung ähnelt.
Die Filmkunst tritt in drei großen Ausprägungsformen auf: Hier ist zum
einen die klassische Filmarbeit, die mit Hilfe fotografischer Verfahren
Einzelbilder von Ereignissen in schneller Abfolge auf Filmmaterial
ablichtet (siehe Filmkamera). Zunehmend wird seit 2000 die Möglichkeit
genutzt, Bilder durch elektronische Verfahren (siehe auch: Digitale
Kinokamera) aufzunehmen. Schließlich wäre der Trickfilm zu nennen,
insbesondere der Zeichentrickfilm sowie seine aktuelle Fortentwicklung
im Computeranimationsfilm, bei denen keine realen Vorgänge als Ganzes
abgefilmt werden, sondern die Bilder einzeln durch Zeichnen,
Stop-Motion, oder digitale Animation erzeugt werden. Das jüngste
Sub-Genre hiervon bilden die Machinima, mittels Computerspielen
erstellte Animationsfilme.
Seit dem letzten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts scheinen auf
Grund der rasanten Entwicklung der Numerik diese technisch bedingten
Unterschiede zu verschwimmen, insbesondere bei kommerziellen
Produktionen. Dabei ist ein Trend zur zunehmenden Digitalisierung der
gesamten Herstellungskette zu beobachten: Realbilder werden zunächst
vom fotografischen Filmmaterial ausgehend digitalisiert oder bereits
direkt mit hochauflösenden Digitalkameras aufgenommen. Damit erfolgt
die Produktion des Filmes körperlos, wobei sie insbesondere auch durch
künstlich erzeugte Bilder oder Bildteile ergänzt wird. Schließlich
eröffnet das Vorliegen einer fertigen Produktion im Digitalformat neue
Formen der Vermarktung: So werden für Filme zunehmend zusätzliche
Szenen vorgesehen, die nicht im Kino, jedoch auf DVDs zu sehen sind;
digitale Streaming-Verfahren erlauben über das Internet neue Arten des
Verkaufs von Filmen. Für die klassischen Filmtheater wird die
Produktion auf herkömmliches Material kopiert.
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Elijah Bossenbroek
Traumhafte seelenvolle Klaviermusik, ruhig und entspannend. Der begnadete Pianist Elijah Bossenbroek wuchs in Grand Rapids, Michigan (USA) auf und kam zum Kalvierspielen im zarten alter von 6 Jahren. Bereits nach einiger Zeit langweilte Ihn das stumpfe Nachspielen von vorgegebenen Noten und er begann seine eigenen Kompositionen nieder zu schreiben. Nach einem fünfjährigen Militärdienst mit Einsätzen in aller "Herren Länder", wurden einige seiner Werke erstmals im Jahre 2007 auf CD veröffentlicht und ...
Wenn Sie mehr über Elijah Bossenbroek's Musik erfahren wollen besuchen Sie doch einmal seine Webseite unter: www.elijahbossenbroek.com