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Mit der zweiten Dimension fängt es an. 

Einfache 2D-CAD-Systeme sind vektororientierte Zeichenprogramme. Zeichnungselemente sind Punkte, Linien, Linienzüge, Kreisbögen, Splines. Werkzeuge ermöglichen das Erzeugen, Positionieren, Ändern und Löschen von Zeichnungselementen. Die Arbeitsweise unterscheidet sich wenig von der klassischen Arbeit am Zeichenbrett. Wesentliche Fortschritte werden durch die Verwendung von Ebenen (Layertechnik) und die Arbeit mit vordefinierten Symbolen (etwa für Norm- und Wiederholteile) erreicht. Komplizierte Berechnungen von Präzisionsmaßen entfallen da die CAD-Programme um ein Vielfaches genauer sind als eine klassische Zeichnung am Zeichenbrett.

Funktionen wie Mehrfachkopieren ersparen außerdem das wiederholte Zeichnen des selben Objekts. Unterstützungen wie automatische Hilfslinien, automatisches Finden von Mittelpunkten, Lotrechten, Tangenten und automatisches Zeichnen der Äquidistante vereinfachen die Arbeit erheblich.

Innovative Zoomfunktionen mit denen detailreiche Ecken während des Zeichnens vergrößert werden können ohne dass das aktuelle Werkzeug abgelegt werden muss oder die aktuelle Zeichenfunktion beendet wird, ermöglichen die Arbeit in komplexen Plänen trotz geringer Bildschirmauflösung (1600×1200 Pixel ist für CAD-Anwendung eine geringe Auflösung). Weiter entwickelte CAD-Systeme unterstützen die semi- oder vollautomatische Erzeugung von Bemaßungen und Schraffuren. Ein weiteres Leistungsmerkmal moderner 2D-CAD-Systeme ist die Verwendung von Assoziativität zwischen Zeichnungselementen, zum Beispiel zwischen Linien und Bemaßungen. Leistungsfähige CAD-Systeme stellen Programmierschnittstellen zur Erweiterung der Funktionalität oder zur anwenderspezifischen Anpassung bereit.

Dreidimensionales CAD 

Das Ziel eines 3D CAD-Systems ist die Darstellung der Geometriedaten der Konstruktionsobjekte in 3 Konstruktionsachsen und die Erstellung eines Volumenmodells. Dabei sind die folgenden Modellierungsverfahren verbreitet

  • Kantenmodell oder Drahtmodell – dabei werden die Körperkanten als gedachte Drahtgeometrie durch eine mathematische Beschreibung abgebildet. Häufig bildet das Drahtmodell die Basis für die Erstellung des Flächenmodells. Gedanklich spannt man ein Netz oder etwas Stoff über die Körperkanten bzw. den Stützdraht und erhält so das Flächenmodell, was man in vielen CAD Programmen in beliebiger Ansicht betrachten kann.So entstehen zum Teil pompöse 3D-Modelle, zum Beispiel von Bauwerken.
  • Flächenmodell – dabei werden die den Körper begrenzenden Flächen durch eine mathematische Beschreibung, zum Beispiel durch NURBS-Flächen beschrieben. Zusätzlich wird in der Regel noch die Topologie der Flächen, das heißt, welche Fläche grenzt an welche andere Fläche, mit abgespeichert.
  • Volumenmodell – Neben den beschreibenden Flächen eines Körpers, wird die Information gespeichert, auf welcher Seite der jeweiligen Fläche sich Materie befindet, d.h. die Fläche ist eine Begrenzungsfläche eines Volumens. Die Volumenbeschreibung dient einerseits zur Feststellung von Durchdringungen, sowie zur Volumenbestimmung eines dargestellten Körpers.
  • Körpermodell – Hierbei handelt es sich um ein technologisches Modell, das zum einen alle anderen Modelle vereinigt und zusätzliche Information bezüglich des Werkstoffes und der Oberflächenbeschaffenheit hält. Ein Körpermodell besteht also aus Kanten, Flächen, dem dazugehörigen Volumen und nicht-geometrischen Informationen.
  • Konstruktionshistorie – Das Konstruktionsobjekt wird durch eine Reihe von Konstruktionsschritten (wie zum Beispiel Vereinen, Schneiden) aus Grundgeometrien wie Quader, Zylinder, Kegel, hergeleitet. Die Reihenfolge der Konstruktionsschritte sowie die geometrischen Parameter der Grundkörper werden gespeichert. Ein wesentlicher Vorteil des history-basierten Modellierens ist die hohe Flexibilität. Durch Änderungen an den einzelnen Konstruktionsschritten kann die Geometrie auch im Nachhinein vielfältig geändert werden, wenn die Konstruktionslogik der Erstellungslogik im CAD-System folgt.


Ein weiteres Merkmal moderner CAD-Systeme ist die Möglichkeit einer weitgehenden Assoziativität zwischen verschiedenen Geometrieelementen und besonders zwischen dem 3D-Objekt und der davon abgeleiteten Zeichnung. Beispielsweise kann durch Änderung des Durchmessermaßes an der Zeichnung einer Bohrung das 3D-Modell des Teiles der Baugruppe, in der das Teil verbaut ist, modifiziert werden – darüber hinaus gleichzeitig aber auch das für die Fertigung erforderliche Werkzeug.

 

Computerunterstützte Visualisierungen

3D Modell

In den letzten Jahren wurden die traditionellen Arten, Architektur zu visualisieren, zunehmend durch den Einsatz des Computers verdrängt. Dieser bot seit den 90er Jahren die Möglichkeit, mittels CAD-Technik ein Gebäude im virtuellen Raum dreidimensional erzeugen zu können, und daraus neben den Bauzeichnungen unmittelbar ein dreidimensionales Bild zu generieren.

Rendering

3D-Modelle der Gebäude im Computer können mit spezieller Rendering-Software weiterbearbeitet werden. Dabei wird in der Software (z.B. Cinema 4D oder Studio Max 3D) das virtuelle Modell mit Texturen belegt. Anschließend wird eine Perspektive gewählt und diese in einer hohen Auflösung „gerendert“ (abgeleitet von rendern), also in ein zweidimensionales Foto konvertiert. Neben "photorealistischen" Darstellungen gehört der großflächige Einsatz von Texturen und Farben inzwischen oft zum Standard.

Bildbearbeitung

In das Foto werden mittels einer Bildbearbeitungssoftware (z.B. Photoshop) Fotos von Menschen, Pkw´s, Pflanzen, Himmel usw. integriert und so farblich und perspektivisch angepasst, dass ein räumlicher und fotorealistischer Eindruck entsteht. Im Gegensatz zu den handwerklichen Illustration besteht hier die Möglichkeit der nachträglichen, einfachen Anpassung. Dieser Unterschied, die schnelle Verarbeitung und die photorealistische Wirkung führten zu einer Ablösung der klassischen, analogen Illustrationsmethoden.

Photorealismus

Heute weitverbreitet ist die sogenannte "photorealistische Darstellung", bei der realitätsnahe Bilder erzeugt werden. Siehe dazu auch den Wikipedia-Artikel 3D-Computergrafik .

Animationen

Noch einen Schritt weiter geht die Animation, bei der auf Grundlage von CAD-Daten Filme erstellt werden. Die Gebäude werden oft dreidimensional im Rechner konstruiert, so dass es möglich ist, schon vor dem ersten Spatenstich virtuell durch das Gebäude zu gehen. Neben Kamerafahrten werden so auch Material- und Lichtsimulationen, indivudiuelle Energie- und Akustiksimulationen und Aufbausimulationen möglich. Die Grenzen der Darstellung sind heute nicht mehr unbedingt handwerklich bedingt, sondern eine Frage des effektiven Einsatzes der richtigen Mittel und somit letztendlich auch eine Kostenfrage.